Gelee Royal in einem Glastiegel

Gelee Royal: Herkunft, Qualität und Anwendung


Gelée Royale, Gelee Royal, Bienenmilch, Weiselfuttersaft – vier Namen für denselben Stoff. Was dahintersteckt, wie er gewonnen wird und woran Sie Qualität erkennen.

Gelee Royal — auch Gelée Royale, Bienenmilch oder Weiselfuttersaft genannt — ist eine der bemerkenswertesten Substanzen, die ein Bienenvolk hervorbringt. Ammenbienen erzeugen sie in ihren Kopfdrüsen, und sie entscheidet darüber, ob aus einer Larve eine Arbeiterin wird oder eine Königin.


Rund um diesen Stoff kursieren viele Versprechen. Diese Seite ist entlang der Punkte aufgebaut, die sich belegen lassen: Herkunft, Zusammensetzung, Gewinnung und Qualitätsmerkmale. Dazu ein Abschnitt darüber, welche Aussagen zur Wirkung in Europa zulässig sind und welche nicht — weil sich daran die meisten Missverständnisse zum Thema festmachen

Remmele's Propolis arbeitet seit 1978 mit Bienenwirkstoffen. Gelee Royal steckt in neun unserer Produkte — von der Reinigungssahne bis zur Trinkkur.

Was ist Gelee Royal?


Gelee Royal ist ein Drüsensekret. Junge Arbeiterbienen, die sogenannten Ammenbienen, bilden es in den Futtersaftdrüsen am Kopf und verfüttern es an den Nachwuchs des Volkes.

Alle Larven bekommen es in den ersten Tagen. Aber nur eine bekommt es ihr Leben lang: die künftige Königin. Sie wird ausschließlich mit Gelee Royal ernährt — und entwickelt sich dadurch völlig anders als ihre Schwestern. Eine Arbeiterbiene lebt im Sommer wenige Wochen. Eine Königin lebt mehrere Jahre und wird etwa doppelt so groß.

Denselben Larven, dieselbe Erbanlage, ein anderes Futter, ein anderes Leben. Diese Beobachtung ist der Grund, warum sich Menschen seit Jahrhunderten für Gelee Royal interessieren.

Äußerlich ist es eine weißliche bis hellgelbe Masse von geleeartiger, cremiger Konsistenz mit säuerlich-herbem Geschmack.


Bienenmilch, Weiselfuttersaft, Royal Jelly: warum es so viele Namen gibt


Kaum ein Naturstoff trägt so viele Namen. Das sorgt für Verwirrung, dabei meinen alle dasselbe:

Gelée Royale ist die französische Ursprungsbezeichnung — wörtlich „königliches Gelee". Sie steht auf den meisten Verpackungen, weil die frühe Forschung in Frankreich stattfand.

Gelee Royal ist die eingedeutschte Schreibweise ohne Akzent. Sie ist im deutschen Sprachgebrauch die mit Abstand häufigste Variante.

Bienenmilch beschreibt das Aussehen: eine weißliche, milchig-cremige Substanz. Der Name ist volkstümlich, aber genau deshalb weit verbreitet.

Weiselfuttersaft und Königinnenfuttersaft stammen aus der Imkersprache. „Weisel" ist der fachliche Ausdruck für die Bienenkönigin. Diese beiden Namen sind die präzisesten, denn sie benennen genau das, was der Stoff ist: das Futter der Königin.

Royal Jelly ist die englische Bezeichnung, die Ihnen bei importierten Produkten und in der internationalen Literatur begegnet.

Wenn Sie also Bienenmilch suchen und Gelée Royale finden — Sie sind richtig.


Woraus besteht Gelee Royal?


Gelee Royal besteht zu etwa zwei Dritteln aus Wasser. Der Rest ist ein dichtes Gemisch aus:

  • Proteinen und Aminosäuren — darunter die Royalactine, eine Proteingruppe, die ausschließlich in Gelee Royal vorkommt
  • Kohlenhydraten, überwiegend Fructose und Glucose
  • Lipiden, darunter die für den Stoff typische 10-HDA (10-Hydroxy-2-decensäure), die es sonst in der Natur praktisch nicht gibt
  • B-Vitaminen, besonders Pantothensäure (B5)
  • Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Calcium, Eisen und Zink


10-HDA ist der wichtigste Wert für die Praxis. Weil die Fettsäure nur in Gelee Royal vorkommt, dient ihr Anteil als Echtheits- und Frischemerkmal — mehr dazu im Abschnitt zur Qualität.


Wie Gelee Royal gewonnen wird


Ein Bienenvolk produziert Gelee Royal nur in kleinsten Mengen und nur dann, wenn es eine Königin aufziehen will. Für die Gewinnung nutzen Imker genau diesen Reflex.

In den Bienenstock werden künstliche Weiselnäpfchen eingesetzt — Wachsschälchen in der Form natürlicher Königinnenzellen. In jedes Näpfchen kommt eine sehr junge Arbeiterinnenlarve. Das Volk behandelt sie daraufhin als künftige Königin und füllt die Zellen großzügig mit Futtersaft.

Nach etwa drei Tagen ist die Menge am größten. Dann wird der Saft entnommen, meist mit einem kleinen Spatel oder per Absaugung, und sofort gekühlt. Gelee Royal ist licht- und wärmeempfindlich; die Kühlkette entscheidet über die Qualität.

Der Aufwand erklärt den Preis. Aus einem Volk lassen sich in einer Saison nur wenige hundert Gramm gewinnen — verglichen mit vielen Kilogramm Honig.


Wofür wird Gelee Royal verwendet?


In der Praxis begegnet Ihnen Gelee Royal in zwei Bereichen, die man nicht verwechseln sollte, weil für sie unterschiedliche Regeln gelten.

In der Kosmetik wird es äußerlich angewendet — in Cremes, Tonics, Ampullen, Lotionen und Lippenpflege. Hier ist es ein Pflegewirkstoff unter mehreren und wird meist mit Hyaluronsäure, Squalan, Kollagen oder pflanzlichen Ölen kombiniert.

Als Nahrungsergänzung wird es eingenommen — als Trinkampullen, Kapseln, in Honig eingerührt oder pur. Hier gilt Lebensmittelrecht, und damit gelten strenge Vorgaben für das, was beworben werden darf.

Beide Anwendungen haben eine lange Tradition. Was sich unterscheidet, ist die rechtliche Bewertung dessen, was man darüber sagen darf — und genau darum geht es im nächsten Abschnitt.


Gelee Royal, Propolis und Honig: die Unterschiede


Drei Bienenprodukte, drei völlig verschiedene Substanzen — und regelmäßig verwechselt.


Gelee Royal

Propolis

Honig

Was es ist

Drüsensekret der Ammenbienen

Harzmischung

eingedickter Nektar

Woher

Futtersaftdrüsen am Bienenkopf

Baumrinden, Knospen, plus körpereigene Sekrete

Blüten und Honigtau

Wozu im Volk

Ernährung der Königin

Abdichten und Schützen des Stocks

Nahrungsvorrat

Konsistenz

weißlich, cremig

zäh, harzig, dunkel

flüssig bis fest

Menge je Volk

wenige hundert Gramm/Saison

einige hundert Gramm/Saison

mehrere Kilogramm/Saison


Propolis ist das Kittharz der Bienen. Sie sammeln Säfte aus Baumrinden und Pflanzenknospen und reichern sie mit eigenen Sekreten an. Mit dieser Masse dichten sie Risse im Stock ab und halten ihn keimarm.

Gelee Royal entsteht dagegen nicht draußen, sondern im Bienenkörper selbst.

In der Kosmetik ergänzen sich die beiden gut — deshalb finden Sie in vielen unserer Rezepturen Propolis und Gelee Royal gemeinsam, in der Reinigungssahne ebenso wie in der Tagescreme oder dem Balsam Royale.


Woran Sie gute Qualität erkennen


Gelee Royal ist ein empfindlicher Naturstoff. Zwischen guter und schlechter Ware liegen Welten, und man sieht es dem Produkt nicht an. Fünf Punkte helfen:

Kühlkette. Gelee Royal verliert bei Wärme und Licht an Qualität. Frischware gehört gekühlt, angebrochene Ampullen in den Kühlschrank. Wer damit wirbt, dass sein Produkt ungekühlt lagerfähig sei, verrät etwas über die Verarbeitung.

10-HDA-Gehalt. Die Fettsäure 10-Hydroxy-2-decensäure kommt praktisch nur in Gelee Royal vor. Ihr Anteil ist der aussagekräftigste Wert für Echtheit und Frische. Seriöse Anbieter kennen ihn.

Herkunft und Rückverfolgbarkeit. Ein großer Teil des weltweit gehandelten Gelee Royal stammt aus Asien. Das ist per se kein Qualitätsmangel — fehlende Angaben zur Herkunft sind aber ein Warnzeichen.

Schadstoffprüfung. Bienenprodukte reichern an, was in der Umgebung vorhanden ist. Laborprüfung auf Rückstände sollte selbstverständlich sein.

Dosierung statt Superlativ. Aussagekräftig ist, was pro Portion drin ist — nicht, was auf der Vorderseite steht.

Ein niedriger Preis ist bei Gelee Royal kein Schnäppchen, sondern eine Information. Die Gewinnung ist aufwendig; wo das Produkt auffällig günstig ist, wurde an einer Stelle gespart.


Gelee Royal in der Hautpflege


In der Kosmetik wird Gelee Royal seit Jahrzehnten eingesetzt, meist in Kombination mit Wirkstoffen, die sich gut ergänzen.

Bei Remmele's Propolis steckt es in neun Produkten:

Welches Produkt zu Ihnen passt, hängt weniger vom Gelee Royal ab als vom Hautbild und davon, wo Sie es anwenden möchten. Unser Pflegeplan hilft bei der Einordnung.


Gelee Royal einnehmen: Ampullen, Kapseln, Honig



Zum Einnehmen gibt es Gelee Royal in mehreren Darreichungsformen, die sich in Handhabung und Haltbarkeit unterscheiden.


Trinkampullen enthalten den Saft in flüssiger Form, meist mit weiteren Zutaten kombiniert. Sie sind fertig dosiert und werden gekühlt aufbewahrt.


Kapseln enthalten gefriergetrocknetes Pulver. Sie sind ungekühlt haltbar und praktisch unterwegs — dafür ist der Stoff stärker verarbeitet.


In Honig eingerührt ist die traditionelle Form. Der Honig konserviert und macht den herb-säuerlichen Geschmack angenehmer.


Pur und frisch ist am aufwendigsten: durchgehende Kühlung, kurze Haltbarkeit, meist direkt vom Imker.


Unsere Gelee Royal Trinkampullen enthalten neben Gelee Royal den Saft der Acerola-Kirsche. Sie nehmen täglich eine viertel Ampulle — etwa einen Teelöffel — zum Frühstück ein. Angebrochene Ampullen bewahren Sie im Kühlschrank auf. Mit rund 0,015 BE je Milliliter sind sie auch für Diabetiker geeignet.


Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und keine gesunde Lebensweise. Bewahren Sie sie außerhalb der Reichweite kleiner Kinder auf.

Gelee Royal zum Trinken

Der Futtersaft, mit dem ein Bienenvolk seine Königin heranzieht – flüssig, gekühlt abgefüllt, kombiniert mit dem Saft der Acerola-Kirsche. Remmele's arbeitet seit 1978 mit Bienenwirkstoffen und kennt Herkunft und Verarbeitung jeder Charge.

Zu den Gelée Royale Trinkampullen

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Was zur Wirkung von Gelee Royal gesagt werden darf

Zur Wirkung von Gelee Royal finden sich viele Angaben. Was davon in der Werbung verwendet werden darf, entscheidet in der Europäischen Union allerdings nicht die Studienlage, sondern ein Zulassungsverfahren.

Gesundheitsbezogene Angaben zu Lebensmitteln — also Aussagen, die einen Zusammenhang zwischen einem Stoff und der Gesundheit herstellen — sind in der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 geregelt. Verwendet werden dürfen nur Angaben, die zuvor geprüft und in eine EU-Liste aufgenommen wurden.
Für Gelee Royal ist dieses Verfahren bislang nicht abgeschlossen. Die eingereichten Angaben stehen auf der sogenannten „on hold"-Liste: Sie sind weder zugelassen noch abgelehnt. Solange das so bleibt, sind gesundheitsbezogene Aussagen zu Gelee Royal in der Werbung nicht zulässig.

Das ist eine Aussage über den Stand eines Verfahrens, nicht über den Stoff selbst. Aus einer fehlenden Zulassung folgt weder, dass eine Wirkung ausgeschlossen wäre, noch, dass sie belegt ist. Für Sie als Leser heißt das vor allem: Angaben zur Wirkung von Gelee Royal, die Ihnen begegnen, sind rechtlich nicht abgesichert — unabhängig davon, wo sie stehen.

Anders liegt es bei einzelnen Nährstoffen. Für Vitamine und Mineralstoffe existieren zugelassene Angaben (Verordnung (EU) Nr. 432/2012). Sie dürfen verwendet werden, wenn ein Produkt den jeweiligen Nährstoff in einer festgelegten Mindestmenge enthält. Wo Gelee Royal mit solchen Zutaten kombiniert wird, beziehen sich zulässige Aussagen deshalb auf diese Zutaten — nicht auf das Gelee Royal.


In der Kosmetik gilt ein eigenes Regelwerk (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009). Dort geht es um die Pflegewirkung auf der Haut, und Aussagen dazu müssen belegbar sein. Aussagen über eine Wirkung im Körperinneren sind in diesem Rahmen nicht vorgesehen.

Häufige Fragen zu Gelee Royal

Gelee Royal — auch Gelée Royale oder Bienenmilch — ist der Futtersaft, den Ammenbienen in ihren Kopfdrüsen bilden. Er dient der Aufzucht der Bienenkönigin, die als einzige Biene lebenslang damit ernährt wird. Sie lebt dadurch mehrere Jahre statt einiger Wochen und wird etwa doppelt so groß wie eine Arbeiterin.

Wegen des Aussehens: Gelee Royal ist eine weißliche, milchig-cremige Substanz. Weitere gebräuchliche Namen sind Weiselfuttersaft und Königinnenfuttersaft — „Weisel" ist der imkerliche Ausdruck für die Bienenkönigin. Im Englischen heißt es Royal Jelly, im Französischen Gelée Royale. Alle Bezeichnungen meinen denselben Stoff.

Zu etwa zwei Dritteln aus Wasser. Dazu kommen Proteine und Aminosäuren, Zucker, Fettsäuren, B-Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente. Zwei Bestandteile kommen fast ausschließlich in Gelee Royal vor: die Proteingruppe der Royalactine und die Fettsäure 10-HDA, die als Echtheitsmerkmal dient.

Imker setzen künstliche Weiselnäpfchen mit jungen Larven in den Bienenstock. Das Volk zieht sie als Königinnen auf und füllt die Zellen mit Futtersaft. Nach etwa drei Tagen wird er entnommen und sofort gekühlt. Je Volk und Saison ergibt das nur wenige hundert Gramm — daher der hohe Preis.

Propolis ist ein Kittharz: Bienen sammeln Pflanzensäfte und reichern sie mit eigenen Sekreten an, um den Stock abzudichten. Gelee Royal entsteht dagegen im Bienenkörper selbst, in den Futtersaftdrüsen am Kopf, und dient der Ernährung der Königin. Zwei völlig verschiedene Stoffe mit verschiedenen Aufgaben.

Üblich sind Trinkampullen, Kapseln oder Gelee Royal in Honig. Bei unseren Trinkampullen nehmen Sie täglich eine viertel Ampulle — etwa einen Teelöffel — zum Frühstück ein. Angebrochene Ampullen gehören in den Kühlschrank. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung.

An fünf Punkten: durchgehende Kühlung, ein angegebener 10-HDA-Gehalt, nachvollziehbare Herkunft, dokumentierte Schadstoffprüfung und eine klare Mengenangabe je Portion. Ein auffällig niedriger Preis ist ein Warnzeichen — die Gewinnung ist aufwendig, und irgendwo muss gespart worden sein.

Der Preis hängt von Darreichungsform, Menge und Qualität ab. Trinkampullen und Kapseln liegen üblicherweise im zweistelligen Bereich je Packung. Aussagekräftiger als der Packungspreis ist der Preis je Tagesportion — vergleichen Sie deshalb immer Füllmenge und empfohlene Verzehrmenge mit.

Ja. Gelee Royal kann bei entsprechend veranlagten Personen allergische Reaktionen auslösen, in seltenen Fällen auch schwere. Besondere Vorsicht gilt bei bekannter Allergie gegen Bienenprodukte, Pollen oder bei Asthma. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die Frage ist berechtigt. Bei der Gewinnung werden junge Larven in Weiselnäpfchen umgesetzt und die Zellen vor dem Schlupf geerntet — die Larven entwickeln sich also nicht weiter. Das Volk selbst bleibt bestehen und wird nicht geschädigt. Wie schonend gearbeitet wird, hängt stark von der einzelnen Imkerei ab.

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